Unglücklich im Job aber keine Alternative? Das kannst du immer tun!


Unglücklich im Job aber keine Alternative? Stellschrauben zur Zufriedenheit

Leidet die Beziehung zu deinem Partner und deinen Kindern auch bereits darunter, dass du so furchtbar unausgeglichen bist? Irgendwie läuft es gerade alles andere als rund und du bist wirklich unglücklich in deinem Job? Und eigentlich überlebst du momentan auch mehr, als dass du dein Leben genießt?


Prinzipiell haben wir immer 4 Möglichkeiten, wenn wir unzufrieden im Job sind: Love it, Change it, Leave it oder Stay unhappy. (Unzufrieden im Job: Dann hast du diese 4 Optionen!)


Du bist gerade weit davon entfernt zu lieben was du tust. Deine Situation verlassen, kommt für dich gerade (noch) nicht in Betracht, unzufrieden bleiben willst du aber auch nicht. Daher bleibt folgende Option: Verändere etwas.


Die Frage ist nur: An welchen Stellschrauben können wir was ändern, wenn der Job uns nervt?


3 Optionen der Veränderung


Optionen der Veränderung


1. Situation ändern

Hier können wir zuerst draufschauen. Lässt sich irgendwas anpassen, irgendwas tun, damit du wieder gerne zur Arbeit gehst?


Das sind die äußeren Faktoren, die wir oft nicht in der Hand haben! Dennoch lohnt es sich, hier einen Blick draufzuwerfen:


Zunächst solltest du generell analysieren, was das „Problem“ ist.


Frage dich: Was bremst meine Arbeitsfreude aktuell?


Dann schau weiter und überlege dir, welche Kriterien denn überhaupt erfüllt sein müssen, damit du zufrieden arbeiten kannst. Das kann damit zu tun haben, wo du arbeiten willst, wie du arbeiten willst, mit wem willst du arbeiten. Das können Faktoren sein, wie z. B. Sicherheit, Zuverlässigkeit, Vertrauen, gutes Arbeitsklima, wertschätzender Umgang, flexibles Arbeiten, Unterstützung, sinnstiftende Tätigkeit, Verdienst, Wohnortnahes Arbeiten, gute Arbeitszeiten. Die Kriterien sind höchst individuell.


Kannst du deine Situation so verändern, dass du wieder zufrieden arbeiten kannst? Kannst du in ein anderes Büro ziehen, kannst du deine Arbeitszeiten anpassen, können die Meetings auf einen anderen Tag verlegt werden, gibt es eine Vakanz in einer anderen Abteilung … Da gibt es viele Möglichkeiten.


Dir kommen direkt Einfälle, wie du deine aktuelle Situation verbessern könntest? Wunderbar! Dann sammele alle deine Ideen, wie genau eine Veränderung aussehen kann und geh es an.


Ansonsten schau mal weiter bei Punkt 2 😊


2. Verhalten ändern

Auch hier lohnt es sich hinzuschauen, denn manchmal tun wir etwas oder eben auch nicht und das löst dann eine Situation aus, die uns unzufrieden zurücklässt.


Hier ist die Analyse aus Punkt 1 interessant, denn wir sollten wissen, was genau der Grund für unsere Unzufriedenheit ist. Insbesondere wenn der Grund in zwischenmenschlichen Herausforderungen mit Arbeitskollegen oder auch dem Chef liegt, können wir das eigene Verhalten hinterfragen:


Kann ich zukünftig etwas tun oder eben auch nicht mehr tun, um die Situation positiv zu beeinflussen?


Ich weiß, das ist manchmal schwer vorstellbar, aber tatsächlich können wir oft im Außen was ändern, wenn wir uns ändern …😉


Hast du auch hier schon alles versucht, aber es will dir nicht gelingen, deine beruflich unbefriedigende Situation zu verbessern? Dann schau dir den letzten Bereich an…


3. Einstellung ändern

Hier können wir immer etwas ändern, weil es ganz bei uns liegt, das zu tun. Die Frage ist: Welche Sichtweise hast du auf dich und dein Thema?


Schauen wir uns das etwas näher an…



Innere Stellschrauben: Hier kannst du immer was tun!


Welche Einstellung hast du zum Thema Jobzufriedenheit und zum Leben generell, welche Grundhaltung bringst du mit und was sind deine inneren Überzeugungen über das Leben?


Denn die äußeren Umstände können manchmal noch so gut sein, wenn uns eine kritische Grundhaltung zugrunde liegt, kann es trotzdem sein, dass wir nicht zufrieden sind.


Im Detail:


1. Grundeinstellung im Leben

Unsere Zufriedenheit hat viel mit unserer generellen Grundeinstellung im Leben zu tun. Es gibt Menschen, die prinzipiell eher negativ denken, überall Probleme sehen und für die das Leben mit vielen Ängsten und Befürchtungen verbunden ist.


Und du kennst das ja mit der selbsterfüllenden Prophezeiung. Erwarten wir ganz fest, dass ein Ereignis eintritt, beeinflusst genau diese Erwartungshaltung unbewusst unser Verhalten. Am Ende agieren wir genauso, dass das Ergebnis wahr wird und wir haben wieder einen Beweis entsprechend unserer Überzeugung gefunden. Negativ wie positiv.


Der Körper versucht also mit allen zur Verfügung stehenden Kräften, dass unsere Gedanken recht behalten.


Und das ist ungünstig, denn es handelt sich ganz augenscheinlich um einen Kreislauf:


Das, was wir denken, verursacht Emotionen und Gefühle und dementsprechend werden wir uns verhalten (unbewusst). Das Verhalten sorgt für Erfahrungen und unseren Glauben. Der Glaube wiederum beeinflusst unsere Gedanken.


Gedankenkreislauf


2 Beispiele:

  • Deine Gedanken sind positiv. -> Das führt zu positiven Emotionen. -> Das spiegelt sich in deinem Verhalten wider. -> Das führt dazu, dass dein Glaube positiv ist und du hast das Gefühl, dass alles dir gelingt.

  • Deine Gedanken sind getragen von Sorgen, Ängsten, Unmut, Missmut. -> Das führt zu negativen Emotionen. -> Das lässt dich dein Verhalten beeinflussen. -> Du wirst eher glauben, dass dir vieles nicht gelingt, die Welt ungerecht ist, du es einfach nicht schaffen kannst.

Und das führt uns direkt zur nächsten Stellschraube für deine Jobzufriedenheit: zu den Glaubenssätzen…



2. Glaubenssätze

„Ich kann das sowieso nicht“, „Das hat bei mir noch nie geklappt“ „Ich schaff das nicht“, „Das ist mir zu unsicher“, „Ich bin ein schwerer Fall“, „Ich kann mir das nicht leisten“, „Ich traue mich einfach nicht“ , „alle anderen haben viel mehr Glück als ich“….


Wir alle haben einige davon.


Bei dir können das ganz andere sein als die oben genannten, denn es gibt unendlich viele negative Glaubenssätze und Überzeugungen in unseren Köpfen, die sich über unser ganzes bisheriges Leben eingebrannt haben, uns einschränken und uns davon abhalten, das zu tun, was wir gerne tun würden. Tag für Tag.


Das kannst du direkt tun:


1. Was fällt dir alles ein, das dich daran hindert, deine Träume zu leben?

Beobachte doch mal deine Gedanken, Worte und Handlungen eine Zeit lang. Es wird sich abzeichnen, welche negativen Grundüberzeugungen du über dich hast. Mach dir dann gerne mal eine Liste von deinen negativen „Programmierungen“.


Beispielsweise könnten deine Sätze lauten:

  • Ich kann das nicht tun, weil ...

  • Ich würde gerne, aber


2. Hinterfrage dann jeden einzelnen Glaubenssatz, ob er wirklich wahr ist. In den meisten Fällen sind sie es nicht. Glaubenssätze sind schlicht negative Überzeugungen und damit Bremsklötze für unsere Zufriedenheit.


3. Überleg dir, was passiert, wenn du weiter an diesem Glaubenssatz festhalten würdest. Wie wird dein Leben sein?


4. Was würde im Gegenzug passieren, wenn du den Glaubenssatz ins Positive umkehren würdest? Wie würde dein Leben aussehen, wenn du die Überzeugung loslässt? Welche Gefühle löst das in dir aus?


5. Formuliere deine Glaubenssätze positiv um, sodass sie dich nicht mehr behindern, sondern dich stärken können. Schreib sie dir auf!


Das darfst du noch bedenken: Negative Überzeugungen sind per se zwar hinderlich, wollen uns jedoch möglicherweise einfach vor frustrierenden und negativen Erfahrungen schützen. Daher ist es sinnvoll, ebenfalls zu schauen, was der positive Aspekt hinter dem ist, was wir Negatives über uns denken. Schau dir doch mal jeden davon an und frage dich:

  • Was wird durch die Überzeugung sichergestellt?

  • Wofür könnte der Glaubenssatz gut sein?

  • In welcher Situation ist/war er sinnvoll?

  • Wovor könnte mich der Glaubenssatz schützen wollen?

Insgesamt bietet dieser Bereich einen großartigen Ansatzpunkt, um unser volles Potenzial entfalten zu können und zufrieden zu leben.





3. Haltung gegenüber der Arbeit

Unsere Zufriedenheit hat ebenfalls viel mit unserer Haltung gegenüber der Arbeit zu tun. Welche Einstellung hatten deine Eltern zur Arbeit? Mochten sie ihren Job oder haben sie uns schon als Kind mitgegeben, dass Arbeit ein leidiges Übel ist und dir ggf. negative Glaubenssätze mitgegeben?!


Die Einstellung der Eltern zur Arbeit oder auch die gesellschaftliche Prägung übernehmen wir auch, wenn uns das gar nicht bewusst ist! Manchmal können wir Arbeit somit gar nicht als Glück empfinden, sondern sehen sie immer nur als Belastung.


Spür mal in dich rein, wenn du diese Optionen liest:


Option 1: Fokus: Alles ist schlecht

„Morgen ist schon wieder Montag und ich MUSS wieder arbeiten. Es nervt mich alles so!“


Option 2: Fokus: Spezifisch einen positiven Punkt aufgreifen

„Morgen DARF ich mich wieder mit der neuen Software beschäftigen, die Kunden unterstützen, das Projekt vorantreiben, die neue Kollegin einarbeiten… Ich freu mich auf diese Aufgabe.“ (oder welche positiven Dinge es auch immer im Job eines jeden von uns gibt.)


Merkst du den Unterschied?


Und nein, es geht nicht darum sich selbst zu belügen. Und es geht auch nicht darum, alles schön zu reden.


Es geht darum, die aktuelle Situation nicht ändern zu können oder zu wollen und sich daher zu überlegen:


1. welche positiven Seiten der Arbeitstag haben kann. Denn merke: da wo unsere Aufmerksamkeit hingeht, entsteht unsere Realität! (Siehe auch Punkt 1: Gedanken -> Emotionen -> Verhalten -> Glaube ->….)


Frage dich, welche Bestandteile deines Tages jeden deiner Tage zu einem guten machen können. Welche positiven Aspekte hat dein Tag? Worauf freust du dich? Schau gerne auch auf die kleinen Dinge…😉 Du wirst sicher überrascht sein!


2. wie wir vom „müssen“ zum „wollen“ kommen, denn etwas zu müssen vermittelt immer den Eindruck von Zwang. Und wer ist schon zufrieden, wenn er muss?! Demgegenüber schafft „wollen“ eine Wahlmöglichkeit, die jeder von uns jeden Tag hat. Die Konsequenz der Wahl ist häufig nur der springende Punkt… ich muss nicht zur Arbeit gehen. Nur wenn ich nicht gehe, habe ich keinen Job mehr. 😉


Achte doch zukünftig auf positive Formulierungen: Ich möchte heute zur Arbeit gehen, weil ich mich darauf freue, das Projekt voranzutreiben oder weil ich mich weiterentwickeln möchte, weil ich die aktuellen Herausforderungen gerne versuchen möchte zu meistern oder auch weil es mir wichtig ist, einen guten Lebensstandard zu haben…


Überlege dir am besten gleich, was dir an deinem Job gefällt und formuliere deinen Satz positiv um: „Ich möchte zur Arbeit gehen, weil …“


 

Interessanter Aspekt: Was wollen wir unseren Kindern mitgeben?

Auch finde ich es wahnsinnig spannend, mal darüber nachzudenken, was wir unseren Kindern diesbezüglich mitgeben wollen.


Wollen wir unseren Kindern eine positive Grundeinstellung gegenüber der Arbeit oder schon von vornherein die Ansicht mitgeben: Arbeit ist das leidige Übel, hat mit Spaß nichts zu tun und gelebt wird nur in der Freizeit und am Wochenende… ?

Und manchmal prägen wir unsere Kinder schon unbewusst wenn sie zur Schule kommen mit dem Satz „Heute beginnt der Ernst des Lebens!“😉



4. Erwartungshaltung

Und dann bestimmt noch unsere Erwartungshaltung unsere Zufriedenheit und von ihr hängt streng genommen auch die Arbeitszufriedenheit ab. War dir das bewusst?


Wir sind also zufrieden, wenn unsere Ansprüche und Erwartungen erfüllt sind, d. h. zur Realität passen.


Ist die Realität besser als unsere Erwartungshaltung z. B. das Gespräch mit dem Chef war positiver als erwartet, das Meeting mit den Kollegen hat unerwarteterweise ein Ergebnis hervorgebracht, der Projektabschluss war besser als gedacht und die Kunden sind glücklich – da kann sich jeder mal eine aktuelle Situation aus dem Job überlegen - dann sind wir zufrieden.


Sind unsere Erwartungen allerdings hoch, die Erfahrung am Ende jedoch schlecht, sind wir enttäuscht. Dann können wir uns folgende Fragen stellen: Was erwarten wir von uns, von unserem Chef, von unserem Unternehmen, von unseren Kollegen und ist dieses Anspruchsdenken eigentlich realistisch? Oder ist es vielleicht an einigen Stellen überhöht? Kann der Kollege unsere Erwartungen vielleicht gar nicht erfüllen? Macht der Chef sowieso immer alles falsch?


Denk mal an den letzten Moment, wo du richtig unglücklich gewesen bist oder genervt oder wütend… War das vielleicht wegen einer überhöhten Erwartungshaltung oder auch wegen unrealistisch hoher Ziele?



 


Und nachdem du das alles gelesen hast, lade ich dich ein, deine Situation noch mal neu zu reflektieren:


  • Wie genau könntest du deine Situation vielleicht anders bewerten?

  • Welche andere Haltung könntest du entwickeln?

  • Kannst du dir vorstellen, dass es eine andere Sichtweise gibt, die hilfreich sein könnte?

  • Wie würde sich eine Freundin an deiner Stelle verhalten?

  • Was liegt dir, was macht dir Freude, was kannst du und wo könntest du es proaktiv in deinem Unternehmen einbringen?


Reflexion der beruflichen Situation


Ich hoffe, ich konnte dir viele gute Impulse liefern, um deine Situation für dich anders zu betrachten, sodass du zukünftig ein bisschen zufriedener in deinem Job sein kannst. Es lohnt sich in jedem Fall hier hinzuschauen!!


Dieser Beitrag soll einen Perspektivwechsel ermöglichen, den Blick auf das Positive lenken, zum Nachdenken anregen.


Es geht nicht um einen Appell an der eigenen beruflichen Situation festzuhalten, wenn sie einen zutiefst unglücklich macht. Solltest du also feststellen, dass alle Impulse dir wirklich nicht helfen, sollte es dir schlecht gehen, dann verändere deine berufliche Situation, denn am Ende haben wir nur dieses eine einzige Leben und es darf unser Anspruch sein, das Leben zu leben, was wir leben möchten.


Es sollte nicht darum gehen, unglücklich im Job auszuharren!


Hör auf dich! Die zwei Fragen können dich dabei unterstützen:

  • Bringt dein Job dir noch Spaß?

  • Erkennst du den Sinn hinter dem, was du tust und kannst du etwas bewirken?


Beides Mal NEIN?


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